Landesverband Rheinland-Pfalz
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Ihr BMU RLP
Landesmusikrat: Offener Brief
Der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz spricht sich gegen die Umwandlung der Deutschen Radio Philharmonie in ein Kammerorchester aus. Wir veröffentlichen den Offenen Brief des Landesmusikrats an SWR-Intendant Prof. Dr. Kai Gniffke.
Sehr geehrter Herr Intendant Prof. Dr. Gniffke,
mit großer Besorgnis und entschiedenem Widerspruch nimmt das Präsidium des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz die Absicht des Südwestrundfunks zur Kenntnis, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern in ein Kammerorchester umzuwandeln. Dieses Vorhaben ist kulturpolitisch kurzsichtig, medienpolitisch hochproblematisch und rechtlich erklärungsbedürftig.
Die Deutsche Radio Philharmonie, entstanden 2007 aus der Fusion des SR Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken mit dem Rundfunkorchester Kaiserslautern des SWR, ist ein vollwertiges Sinfonieorchester mit umfänglichen regionalen Aufgaben, internationaler künstlerischer Ausstrahlung, historischer Bedeutung und einer klar definierten Funktion innerhalb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ihre Umwandlung in ein Kammerorchester bedeutet nicht eine bloße organisatorische Anpassung, sondern den substanziellen Abbau eines öffentlich-rechtlichen Kulturangebots, der irreversibel ist.
Was als strukturelle und finanzielle „Anpassung“ dargestellt wird, ist in Wahrheit die faktische Zerschlagung eines sinfonischen Klangkörpers. Denn ein Kammerorchester ist kein funktionales Äquivalent, sondern ein Ensemble mit grundlegend anderen, eingeschränkten künstlerischen Möglichkeiten.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nach Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 Grundgesetz in besonderer Weise zur Sicherung der Meinungs-, Kultur- und Angebotsvielfalt verpflichtet. Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt klargestellt, dass dieser Auftrag qualitative Standards, inhaltliche Tiefe und kulturelle Substanz umfasst und nicht auf Mindestversorgung reduziert werden darf.
Der SWR-Staatsvertrag verpflichtet den Sender ausdrücklich
- zur Förderung von Kunst und Kultur,
- zur Pflege und Entwicklung kultureller Vielfalt
- sowie zur besonderen Berücksichtigung regionaler kultureller Identitäten.
Ein Sinfonieorchester ist kein austauschbares Format, sondern ein zentrales Instrument zur Erfüllung dieses Auftrags. Die Reduktion auf Kammerorchestergröße schließt große Teile des sinfonischen Repertoires, der zeitgenössischen Orchesterliteratur sowie der musikvermittelnden Bildungsarbeit faktisch aus. Damit wird der gesetzlich definierte Kultur- und Bildungsauftrag qualitativ ausgehöhlt.
Zwar steht dem SWR Programmautonomie zu. Diese endet jedoch dort, wo strukturprägende Bestandteile des öffentlich-rechtlichen Angebots dauerhaft beseitigt werden. Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unterscheidet klar zwischen programmlicher Gestaltung und einem Abbau tragender Säulen der Grundversorgung.
Ein Sinfonieorchester wie die Radio Philharmonie ist Teil der institutionellen Infrastruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Seine Abschaffung oder Verkleinerung berührt nicht nur einzelne Programme in zwei Sendern, sondern die Grundstruktur des Kulturangebots in zwei Bundesländern. Eine solche Maßnahme bedarf einer besonders sorgfältigen, transparenten und öffentlich nachvollziehbaren Rechtfertigung.
Gerade im Saarland und in Teilen von Rheinland-Pfalz ist die Deutsche Radio Philharmonie einer der wenigen professionellen sinfonischen Klangkörper. Der SWR trägt hier eine besondere Verantwortung für kulturelle Teilhabe, Bildung, Nachwuchsförderung, kulturelle Präsenz und regionale Identität jenseits der Metropolen.
Der Rückzug aus dieser Verantwortung widerspricht dem föderalen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, kulturelle Vielfalt nicht zu zentralisieren oder zu nivellieren, sondern regional zu sichern.
Die Umwandlung eines Sinfonieorchesters in ein Kammerorchester sendet ein fatales Signal, dass kulturelle Exzellenz und Tiefenwirkung verhandelbar seien, sobald sie kostenintensiv werden. Dies untergräbt langfristig die Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks selbst, der gebührenfinanziert seinen gesellschaftlichen Mehrwert gerade aus Qualität, Vielfalt und kultureller Verantwortung bezieht.
Wir fordern den Südwestrundfunk daher nachdrücklich auf,
- von der geplanten Umwandlung der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern Abstand zu nehmen,
- den dauerhaften Erhalt als vollwertiges Sinfonieorchester verbindlich zu sichern
- und die Zukunft dieses Klangkörpers in einem transparenten, öffentlichen Verfahren unter Einbeziehung von Fachöffentlichkeit, Musikern, Kulturinstitutionen und Rundfunkgremien zu diskutieren.
Der Abbau kultureller Substanz ist keine Reform. Er ist ein Rückschritt – rechtlich, kulturpolitisch und gesellschaftlich.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Stieber
im Namen des Präsidiums des Landesmusikrats Rheinland-Pfalz
Quelle: Landesmusikrat Rheinland-Pfalz
Petition gegen Kulturabbau
Rettet die Deutsche Radio Philharmonie!
Die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern steht möglicherweise vor einem drastischen Einschnitt: Es wird derzeit diskutiert, sie aus Kostengründen auf die Größe eines Kammerorchesters zu reduzieren. Unterstützen Sie bitte diese Petition für den Fortbestand der DRP als Sinfonieorchester!
SingPause
Hier geht es zum Bericht über die Singpause!
Das Projekt SingPause wird an mehreren Grundschulen in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Alle Kinder der teilnehmenden Grundschulen dürfen kostenfrei an der Förderung musikalischer Grundkompetenzen partizipieren und die Freude an ihrer eigenen Stimme sowie dem Singen erfahren.
Schulen musizieren 2024
Hier geht es zum aktuellen Film!
20 Chancen: Musik in der Schule der Zukunft
Das Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz hat 2022 die Initiative "Schule der Zukunft" gestartet. Der BMU hat bereits darüber nachgedacht, welche Chancen der Musikunterricht für zukünftige Schulentwicklungsprozesse bietet. Den gesamten Newsletter finden Sie hier.
Unterrichtsmaterial zum Krieg in der Ukraine
Aus aktuellem Anlass möchten wir Sie auf den Beitrag unseres Kollegen Timor Kaul aufmerksam machen. Anhand des Songs 1944 der ukrainischen Sängerin Jamala zeigt er Wege auf, wie sich der Ukraine-Krieg im Musikunterricht thematisieren lässt. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihnen diese Anregungen bei der Unterrichtsplanung weiterhelfen könnten. Timor Kaul ist Lehrer in den Fächern Musik, Geschichte, Evangelische Religion und Ethik und unterrichtet in Limburg/Lahn. Darüber hinaus ist er als Autor und Referent zu Themen der Populären Musik tätig.
Desweiteren finden Sie hier ein Arrangment der ukrainischen Nationalhymne, das Ralf Ambros (Lehrer für Musik und Deutsch am Max-von-Laue-Gymnasium in Koblenz und Regionaler Fachberater für Musik im Bezirk Koblenz) erstellt hat. Es lässt sich in verschiedenen Besetzungen spielen und eignet sich auch für Bläserklassen. Wir danken Herrn Ambros sehr herzlich dafür, dass er das Arrangement allen Mitgliedern unseres BMU-Landesverbandes zur Verfügung stellt, und würden uns sehr freuen, wenn es an vielen Schulen gespielt würde.
Musik hilft Musik – Spenden zur Fluthilfe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz übergeben
Am 24. März 2022 war es so weit: Der BMU überreichte sieben Schulen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die von der Flutkatastrophe im Juli 2021 betroffen sind, insgesamt 24.000 Euro, die er im Rahmen seiner Spendenaktion eingesammelt hat.
Musik hilft Musik – das könnte das Motto der Spendenaktion sein, zu der der BMU im Herbst 2021 aufrief. Sie zielte darauf ab, die Musikfachbereiche von Schulen zu unterstützen, deren Arbeit durch die Flutkatastrophe im vergangenen Sommer beeinträchtigt ist. Zwar werden die Schulträger in den nächsten Jahren erhebliche Summen investieren, um die zerstörten Gebäude wiederherzustellen und die für den Unterricht benötigte Ausstattung wiederzubeschaffen. Es ist jedoch zu befürchten, dass sie nicht für die teils erheblichen Beträge aufkommen werden, die in die schulische Ensemblearbeit investiert wurden. Die Schulen kümmern sich derzeit weitgehend selbst um die Wiederbeschaffung nicht mehr verwendbarer Instrumente, Tontechnik und Noten. Es schien daher sinnvoll, den Wiederaufbau von Musiksensembles als Ziel der Spendenaktion festzulegen, zumal die Förderung der Ensemblearbeit eine satzungsgemäße Aufgabe des BMU ist.
Aufgrund restriktiver Corona-Maßnahmen waren im vergangenen Herbst und Winter leider kaum Benefizkonzerte von Musik-AGs anderer Schulen möglich, die neben ideeller Unterstützung sicher auch für ein erhebliches Spendenaufkommen gesorgt hätten. Umso wichtiger war es in dieser Situation, die Mitglieder und Partner des BMU um unmittelbare finanzielle Unterstützung zu bitten. Der Spendenaufruf blieb nicht ungehört und setzte eine beeindruckende Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft in Gang. Letztlich erbrachte die Aktion 24.000 Euro, die nun zusammen mit Sachpaketen an insgesamt sieben Schulen in den beiden von der Katastrophe betroffenen Bundesländern übergeben wurden. Im Einzelnen waren dies in Nordrhein-Westfalen die Evangelische Grundschule Meckenheim und die beiden Katholischen Grundschulen Flerzheim und Sankt Martin in Rheinbach sowie in dem rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler das Are-Gymnasium, die Philipp Freiherr von Boeselager-Realschule, das Peter-Joerres-Gymnasium und die Grundschule Aloisiusschule.
Der BMU bedankt sich – auch im Namen der genannten Schulen – bei allen Spenderinnen und Spendern vielmals für die erwiesene Hilfsbereitschaft und Solidarität. Neben zahlreichen Einzelpersonen sind hier mehrere Institutionen und Partner des Verbandes zu nennen, nämlich die Pro Musica Viva Maria Strecker-Daelen Stiftung (Mainz, Unterstützung für rheinland-pfälzische Schulen), der Verlag G. Henle (München), der Verlag Breitkopf und Härtel (Wiesbaden), die Deutsche Edvard-Grieg-Gesellschaft (Wuppertal), das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (Köln), das Domgymnasium (Verden), die Bischöflichen Marienschule (Mönchengladbach) sowie die Gemeinschaftsgrundschule (Fusternberg). Ergänzt wurden die eingeworbenen Spenden durch finanzielle Beiträge der beiden BMU-Landesverbände Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie des Bundesverbandes.
Ebenso danken wir dem Lugert-Verlag (Handorf) sehr herzlich für die zur Verfügung gestellten umfangreichen Pakete (Gutscheine im Online-Shop und Orff-Instrumente), denen er Sachspenden der Firmen Schlagwerk (sieben Cajons), Ortega / Meinl (Gutenstetten, sechs Ukulelen und vier Gitarren) und Sonor (Bad Berleburg-Aue, umfangreiche Pakete von Orff-Instrumenten) hinzufügte. Hierzu schrieb der Geschäftsführer Sebastian Lugert: „Mit unserer Spende möchten wir einen Beitrag leisten, damit Musikunterricht schnell wieder stattfinden kann und Schülerinnen und Schüler musizieren können. Wir haben es geschafft, unser Netzwerk zu nutzen und sind glücklich, dass sich so viele nun engagieren.“ Ein besonderer Dank gilt der Justus-von Liebig-Realschule plus im rheinland-pfälzischen Maxdorf, an der Gitarrenklassen die Arbeit mit Bläserklassen ersetzt haben, sodass die Schule dem Are-Gymnasium in Bad Neuenahr/Ahrweiler einen kompletten Klassensatz neuwertiger Blasinstrumente übergeben konnte.
Der BMU freut sich darüber, dass sich auch Unternehmen, mit denen er kooperiert, für die Fluthilfe engagierten. Zu nennen sind hier der Helbling-Verlag (Esslingen, Geldspenden), Yamaha Music Europe (Rellingen, Klassensätze von Blasinstrumenten), die Debeka (Koblenz, Versicherungen für Lehrkräfte) sowie die Firma Betzold (Ellwangen, Geldspenden).

Zwischen Präsenz und Distanz – Neue Wege des Musikunterrichts
Ein Wettbewerb für Musiklehrkräfte
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der BMU-LV Rheinland Pfalz hat im Mai 2020 den an Musiklehrkräfte gerichteten Wettbewerb „Zwischen Präsenz und Distanz – Neue Wege des Musikunterrichts" ausgeschrieben. Bis zum Einsendeschluss am 15. September erreichten uns zahlreiche Einsendungen. Wir haben uns über diese positive Resonanz sehr gefreut. Die Unterrichtsmaterialien zu zwölf Einsendungen haben wir für Sie zu einer fortlaufenden PDF-Datei zusammengefasst, der eine Inhaltsübersicht vorangestellt ist. Diese Datei können Sie hier herunterladen. Neben den dort verlinkten Text-, Audio- und Videodateien liegen zu den Beiträgen 3, 4 und 5 weitere Materialien vor, die Sie hier abrufen können.
Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie mit den hier veröffentlichten Anregungen und Materialien bei der Planung und Durchführung Ihres Unterrichts unterstützen könnten.
Aktuelles
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