3. Landeskongress Musikunterricht (27. und 28. Mai 2019)

Michael Dempe hat einen Kurzfilm zum Landeskongress Musikunterricht 2019 in Engers erstellt - herzlichen Dank dafür! Hier können Sie ihn anschauen.

 

 

 

Am 27. und 28. Mai 2019 war es wieder soweit: In der Landesmusikakademie in Neuwied-Engers fand die größte rheinland-pfälzische Begegnung von Musiklehrkräften an allgemeinbildenden Schulen, der Landeskongress Musikunterricht, statt. Die zum dritten Mal durch den Bundesverband Musikunterricht (BMU) ausgerichtete Fortbildungsveranstaltung erreichte in diesem Jahr mit mehr als 240 teilnehmenden Musikpädagoginnen und -pädagogen ganz neue Dimensionen.

 

Das breite Spektrum der Teilnehmenden setzte sich aus Studierenden des Lehramts, ausgebildeten sowie fachfremd eingesetzten Lehrkräften an Grundschulen sowie Unterrichtenden an weiterführenden Schulen zusammen. Auch einige Lehrende an Musikschulen waren vertreten. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass der BMU nicht nur zum wiederholten Mal hervorragend mit der Landesmusikakademie zusammenarbeitete, sondern mit dem Pädagogischen Landesinstitut (PL), dem Institut für Lehrerfort- und Weiterbildung Mainz (ILF), der Hochschule für Musik Mainz (HfM) und der Universität Koblenz-Landau gleich vier weitere Kooperationspartner gewinnen konnte.

Der erste Kongresstag stand ganz im Zeichen der Begegnung und des Austauschs. Nach der Begrüßung durch LMR-Präsident Peter Stieber sangen die versammelten Lehrkräfte unter der Leitung von Carsten Gerlitz einige Arrangements aus den Bereichen Rock und Pop. Es folgte eine Ansprache von Michael Grabis, der als Vertreter des Ministeriums für Bildung in Rheinland-Pfalz die Bedeutung des schulischen Musikunterrichts würdigte.

Anschließend verabschiedete Joachim Junker, Präsident des BMU Rheinland-Pfalz, Lothar Bonin als langjährigen Landesvorsitzenden des Verbandes deutscher Schulmusiker (VdS) in den Ruhestand. Er hob dessen Verdienste um die Fusion des VdS mit dem Arbeitskreis für Schulmusik (AfS) zum BMU ebenso hervor wie sein unermüdliches Engagement für den „Dritten Bundeskongress Musikunterricht“ 2016 in Koblenz. Der erste Kongresstag endete mit Gesprächsforen zu musikpädagogisch relevanten Themen, unter anderem zum Verhältnis von Musikunterricht und Digitalisierung.

Nach einem von Michael Fromm gestalteten Warmup spielten Neue Medien auch am zweiten Tag eine wichtige Rolle in dem breiten Workshopangebot (Valerie Krupp-Schleußner, Friedrich Neumann). Aber auch die Bedeutung des Singens (Klaus Weigele, Carsten Gerlitz) und der Rhythmusschulung (Christian Lunscken, Uli Moritz) fand ihren Niederschlag im Kongressverlauf. Thematisiert wurden außerdem das Schulpraktische Klavierspiel (Christopher Miltenberger) sowie verschiedene Aspekte der Liedbegleitung (Lina Oravec, Gabriele Westhoff) und des Instrumentalspiels (Franziska Augustin) in der Grundschule. Weitere Schwerpunkte lagen auf innovativen Methoden der Unterrichtsgestaltung (Michael Fromm), dem Methodenrepertoire im Musikunterricht (Micaela Grohé) sowie auf Fragen der Inklusion (Frank Gögler) und der Vermittlung klassischer Musik in der Sekundarstufe II (Andreas Hauff).

 

Alle Teilnehmenden besuchten zwei aus diesem Angebot ausgewählte Workshops und hatten außerdem Gelegenheit, sich in der umfangreichen Verlagsausstellung über aktuelle musikpädagogische Neuerscheinungen zu informieren. Der Tag endete mit einer von Uli Moritz geleiteten Abschlussveranstaltung im Plenum, in der er die Anwesenden zum Einsatz von Body Percussion und zum Rezitieren von Wendungen wie „Tschüß, alles Gute und Bye bye“ animierte.

 

Neben der Gelegenheit zur Begegnung und zum fachlichen Austausch hoben die Teilnehmenden vor allem positiv hervor, dass ihnen der Kongress eine Fülle neuer Ideen für die alltägliche Unterrichtspraxis vermittelt hat. Es bleibt zu hoffen, dass der nächste Landeskongress Musikunterricht in zwei Jahren auf eine ähnlich positive Resonanz stößt.

 

Dr. Joachim Junker